Das Bergwerk nahe Bad Reichenhall baut seit 500 Jahren Steinsalz ab. Auch Besucher dürfen auf einer SalzZeitReise in den dunkelen Stollen rutschen.
Eine Fahrt ins Berginnere
Mit der Bahn ins Salzbergwerk; Foto: Südsalz GmbH.
Tief unter den bayerischen Alpen führt die SalzZeitReise durch das Salzbergwerk Berchtesgaden. Auf der von Bergmännern geführten Abenteuerreise erleben die Besucher die verborgene Welt des Salzes in einem der ältesten aktiven Bergwerke Europas.
Mit großem technischen Aufwand, außergewöhnlichen medialen Installationen und phantasievollen Inszenierungen erleben die Besucher auf der SalzZeitReise die Tradition und den Abbau des täglichen Begleiters Salz. Rund 400.000 Besucher – Familien, Reisegruppen und Schulklassen – gehen jedes Jahr auf die eindrucksvolle Entdeckungstour unter Tage.
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Die Besucher beginnen das Erlebnis SalzZeitReise mit dem Anlegen einer Schutzkleidung. Das Betreten der neuen Welt unter Tage erfordert diese Maßnahme, denn dort liegt die Temperatur das ganze Jahr bei konstant 12 Grad Celsius. Mit der Grubenbahn und einem „Glück auf!“ geht es in Begleitung eines Bergmanns in die Tiefe der Berge.
Unter Tage angekommen öffnet sich für die Besucher eine in Licht und Farbe getauchte Salzkathedrale. Von dort führt der Weg über eine 34 Meter lange Holzrutsche weiter hinein in die Salzstollen. In der so genannten Schatzkammer und dem Salzlabor erfahren die Besucher mehr über Geschichte, Entstehung und Funktionen des weißen Goldes aus den Tiefen der Alpen. Verschiedene Ausstellungsstücke aus den vergangenen Jahrhunderten zeigen die historische Entwicklung der Salzgewinnung.
Mit einem Floß fahren die Besucher anschließend über einen unterirdischen Salzsee – den Spiegelsee – eindrucksvoll mit Lichtern und Klängen in Szene gesetzt. Der Salzgehalt des Spiegelsees ist beinahe so hoch wie der des Toten Meeres. Nach ungefähr eineinhalb Stunden endet das Erlebnis SalzZeitReise und die Besucher treten wieder ans Tageslicht.
Das Berchtesgadener Land blickt auf eine 4000-jährige Salzgeschichte zurück. Das weiße Gold aus dem Berg ist eng mit der Region verflochten. Im Salzbergwerk in Berchtesgaden wird seit 1517 ununterbrochen Salz gefördert. Die Salzgeschichte ist noch heute spürbar und wird in der Region lebendig gehalten: Rund 100 Bergleute gewinnen die Sole, aus der Deutschlands führendes Speisesalz entsteht. Die Sole ist salzhaltiges Quellwasser, das über eine Pipeline in das 20 Kilometer entfernte Bad Reichenhall gelangt. Dort wird die Sole erhitzt, um das Wasser zu verdunsten und so das das natürlich reine Alpensalz zu gewinnen.
Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist zwischen 1. Mai und 31. Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr und zwischen 2. November und 30. April täglich von 11.30 bis 15 Uhr geöffnet.
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