Die Küchen Badens und Schwabens sind äußerst vielseitig. Sehnsucht Deutschland stellt hier die Favoriten der Redaktion vor: Schwarzwälder Kirschtorte und Bodensee-Felchen. Einfach nur lecker!
Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen...
Schwarzwälder Kirschtorte: Auch international begehrt Foto: Schwarzwald Tourismus
Die badische Küche hat vermehrt Anregungen aus dem Elsass und der Schweiz aufgenommen. Mit dem Elsass teilt sie z.B. Spezialitäten wie Flammkuchen oder feines Sauerkraut. Die schwäbische Küche hingegen ist eher einfach und bodenständig.
Eine zentrale Bedeutung haben hier Eierteigwaren in den verschiedensten Variationen, zum Beispiel Spätzle oder Maultaschen; aber auch gehaltvolle Suppen und Eintöpfe sind typisch für die Schwäbische Küche.
Für Sehnsucht Deutschland wird Baden-Württemberg jedoch hauptsächlich von einer Spezialität repräsentiert: Die Schwarzwälder Kirschtorte ist nicht nur die bekannteste und beliebteste Torte des Landes, sondern gilt auch weltweit als Aushängeschild deutscher Konditoreikunst. Angeblich hat sie ihren Ursprung bei den Bauern im Südschwarzwald: Diese kochten Süß- und Sauerkirschen auf, ließen sie abkühlen und servierten sie mit Rahm. Diese Schwarzwälder Creme, die manche Bauern noch mit Schwarzwälder Kirschwasser veredelten, wurde der Legende nach von Josef Keller, Konditor aus Radolfszell, 1915 erstmalig zwischen dunkle Tortenböden gebracht und als Schwarzwälder Kirchtorte serviert.
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Einige Historiker vermuten auch, dass sich der Name der Torte an die bekannte Schwarzwälder Frauentracht anlehnt: Demnach stehen die schwarzen Schokostreusel für das Kleid, die Sahne für die weiße Bluse und die Kirschen für die roten Kugeln des Bollenhuts.
Eine weit weniger bekannte Spezialität sind Bodensee-Felchen aus der Wanderregion Schwäbische Alb. Das Felchen, auch Maräne oder Renke genannt, ist ein wohlschmeckender Süßwasserfisch mit festem weißem Fleisch und wenig Gräten. Die Zubereitungsmöglichkeiten des Felchens sind sehr vielfältig: Es kann geräuchert, filetiert, gedünstet, gebraten, gegrillt und auch gekocht werden. Auch als grätenlose Variante, dem Felchenfilet, werden sie gerne verwendet. Als Beilagen eignen sich Kartoffeln, ein knackiger Salat, frischgebackenes Brot und natürlich ein guter Weißwein.
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