Darauf schwören Hamburger Naschkatzen: Etwas „Besonderes“ ist es nicht, doch die Hamburger lieben es heiß und innig: Das Franzbrötchen. Und genießen das Gebäckstück mit der charakteristischen Form nicht nur zum Frühstück.
Hamburger Original mit französischen Wurzeln
Der Star. Foto: Worlfred B. Manseler
Traditionalisten essen es pur, Schleckermäuler bestreichen es gern mit Butter - obwohl diese Zutat bereits reichlich im Teig enthalten ist. Weitere Ingredenzien sind Mehl, Hefe, Milch, Zucker und eine Prise Salz. Die Füllung besteht aus Zucker und Zimt und karamellisiert beim Backen, was dem Franzbrötchen seine köstlich-klebrige Süße verleiht.
Die typische doppelte Schneckenform eines Franzbrötchens entsteht übrigens indem der flach ausgerollte, mit der Füllung bestrichene Teig zu einer Rolle gedreht und in ca. vier Zentimeter dicke Scheiben geschnitten wird. Diese werden mit einem Kochlöffelstiel in der Mitte der Schnittflächen zusammengedrückt, so dass das Innere der Rolle seitlich heraustritt.
Hamburg: die Elbe im Herzen
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Über die Herkunft des Franzbrötchens gibt es viele Theorien. Nach der am weitesten verbreiteten Annahme ist der Name ist eine Reminiszenz an das französische Vorbild - das Croissant -, das in Hamburg während der Besatzungszeit durch die Truppen Napoléons bekannt wurde. Einer anderen Überlieferung zufolge gab es damals ein längliches „Franzbrot“, das dem Baguette ähnlich war.
Ein Hamburger Bäcker soll ein solches „Franzbrot“ in einer Pfanne mit Fett angebraten haben und somit den Vorläufer des heutigen Franzbrötchens kreiert haben.
Welcher Herkunft auch immer - das Franzbrötchen ist in jedem Fall so lecker, dass manch einer sich wundert, dass dieses „Teilchen“ nicht schon längst wie der Berliner (oder Pfannkuchen) seinen Siegeszug quer durch Deutschland angetreten hat.
Die Verbreitung beschränkt sich nach wie vor weitestgehend auf die Großregion Hamburg – ein weiterer Grund, die Hansestadt zu besuchen! Guten Appetit!
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