Traumhafte Küste, weiße Sandstrände, romantische Seen, sanft geschwungene Wiesen und jede Menge kulturelle Sehenswürdigkeiten - so präsentierte sich Schleswig Holstein unserer Redakteurin Bettina Sandt auf dem zweiten Teil der Deutschlandreise zwischen Kiel und Lübeck.
Die Ostseeküste Schleswig-Holsteins und ihr zauberhaftes Hinterland
Blick auf das Stecknitzfahrerviertel in Lübeck; Copyright Alexander Sandt
In der Probstei, wie man die schöne Region nordöstlich der Kieler Außenförde zwischen Laboe, Stein, Wendtdorf, Heidkate, Schönberg und Stakendorf nennt, beginnt der zweite Teil unserer Reise entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste.
Wer schon immer mal nach Kalifornien oder Brasilien wollte, muss dafür nämlich nicht über den großen Teich, findet man diese doch auch bei uns in Deutschland, und zwar genau in der Probstei.
Im Jahre 1226 wurde dem Benediktinerinnenkloster in Preetz vom damaligen Landesherrn Graf Adolf IV. der nördliche Teil des Kreises Plön geschenkt und das Gebiet erhielt seine Bezeichnung "Klösterlich Preetzer Probstei" nach dem Vorsteher dieses Klosters – "Probst". Später wurde es nur noch als "Probstei" bezeichnet und seine Bewohner "Probsteier".
Verblüffend schönes Scharbeutz
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Heute bezaubert der Landstrich mit seinen Salzwiesen, Weizenfeldern, Knicks, Seen, urigen Dörfern wie Stakendorf und den naturbelassenen weißen Sandstränden.
Touristisches Zentrum ist Schönberg, zu dem neben dem Schönberger Strand eben jene exotischen Strandabschnitte von Kalifornien und Brasilien gehören.
Wie es zu den Namensgebungen kam, weiß keiner so genau, doch die Legende sagt, dass einst ein Fischer nahe seiner Hütte eine morsche Schiffsplanke fand, auf der "California" geschrieben stand. Er nahm das Stück Holz mit heim und nagelte es an die Haustür.
Es dauerte nicht lange, da entdeckte ein konkurrierender Fischer das "protzige" Schild seines Nachbarn und dachte sich wohl, was du kannst, kann ich schon lange. Er griff in seine Brennholzkiste und suchte sich einen passenden Scheit heraus, auf den er das Wort "Brasilien" pinselte.
Mit diesem Schild war fortan seine Haustür versehen und neidvoll von den weniger kreativen Zunftgenossen bewundert. Und so blieb es bei diesen beiden exotischen Namen.
Wenn man die Probstei verlässt und Richtung Lüthjenburg weiterfährt, darf man eine Etappe auf keinen Fall auslassen - das 500 Jahre alte Gut Panker mit barockem Herrenhaus, Kapelle, mächtigem Torhaus, Ställen und alten Wirtschafts- und Wohngebäuden.
Auf Gut Panker fühlen sich nicht nur die hier gezüchteten edlen Trakehner-Pferde wohl. Die Atmosphäre ist zu allen Jahreszeiten bezaubernd.
Das Schöne daran: Hier handelt es sich nicht um ein Museumsdorf, sondern um eine aktive Guts- und Dorfgemeinschaft.
Auch das Herrenhaus wird noch privat von der Familie von Hessen bewohnt, zu deren Besitz Gut Panker gehört.
Darüber hinaus gibt es Läden und Galerien wie zum Beispiel Flora Magica von Daniela Schoel, bei der man neben englischen und historischen Rosensorten Pflanzengefäße, Gartenbücher und Rosenfachliteratur, englische Steinfiguren, exklusive Silberwaren, Hochzeits- und Tischdekorationen, Dekorationsideen, Leinentischwäsche, Servietten, englische Seifen und vieles mehr für Heim & Garten bekommt.
Gleichzeitig kann man bei ihr die edlen Tropfen des Weingutes Prinz von Hessen aus dem Rheingau probieren und erwerben.
Und nicht nur das: Daniela Schoel kennt das Gut und seine Geschichte wie keine Zweite und macht regelmäßig Führungen für Gruppen.
Auch die anderen liebevoll gestalteten Geschäfte und Galerien auf Gut Panker lohnt es zu entdecken. Das Angebot reicht von Antiquitäten und individuell gefertigten Möbeln über klassische und moderne Wohnaccessoires, Kunsthandwerk und Glaskunst bis hin zu Schmuck und der in Panker entstandenen Modemarke emmas®.
Wunderbar übernachten und speisen kann man hier in der "Olen Liese" von Birthe und Oliver Domnick. Das Paar hat 2001 in der Gutskapelle geheiratet und führt seit 2007 nun das romantische Landhotel.
Wunderschön ist ebenso die Aussicht vom nahe gelegenen Aussichtsturm Hessenstein. Hier kann man auch im Forsthaus Hessenstein einkehren, wo Peter Marxen, einst Besitzer der legendären Hamburger Jazzkneipe Onkel Pö, heute Sterneküche serviert.
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