Ulm vor Erlangen und Heidelberg? Sie fragen sich, um was für eine Rangliste es sich hier handelt? Erstmals wurde ermittelt, welche unter den 81 deutschen Großstädten für die dort wohnenden Bürger das gesündeste Umfeld bietet.
Dabei wurden die Städte in vielen verschiedenen Kategorien geprüft und entsprechend bewertet.
Berücksichtigt wurden zum Beispiel Daten über Klima und Luftverschmutzung, die Zahl der Haus-und Kinderärzte, Sportangebote, Kita-Plätze und die soziale und wirtschaftliche Lage.
Unter den gesündesten Städten befinden sich überdurchschnittlich viele Orte aus Süddeutschland, während Kommunen im Osten und auch im Ruhrgebiet eher schlecht abschneiden.
Die Verfasser der Studie gehen davon aus, dass die sozialen Umstände mehr Einfluss auf den Gesundheitszustand haben als die medizinische Versorgung. So machte sich z.B. für Hamburg das höchste Durchschnittseinkommen bezahlt.
Und unter dem Strich ist Ulm in Baden-Württemberg an Donau zur gesündesten deutschen Stadt gewählt worden. Ausschlaggebend dafür war nicht nur, dass in Ulm die Sonne fast 1.700 Stunden geschienen hat und das Ulm sich rühmen kann, das Münster in der Altstadt zu haben, die Kirche mit dem höchsten Turm der ganzen Welt (161,51 m).
Vielmehr wurde auch bewertet, dass in Ulm aufgrund eine gute wirtschaftliche Lage mit vielen Arbeitsplätzen vorherrscht, was sich wiederum postitiv auf die Bürger auswirkt.
Im Schnitt geht jeder Ulmer fast zwei Mal pro Jahr ins Theater und auch das wirkt sich in der Gesamtbewertung positiv aus, da dies den Geist fördert. Und das wissen wir schon seit den Römern, in einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist.
Erlangen, Bayern, und - das wissen nicht viele - zweitgrößte deutsche Universitätsstadt, kam auf den zweiten Platz, Heidelberg am Neckar, ebenfalls Baden-Württemberg, belegte den dritten Rang.
Eventuell ein weiterer positiver Aspekt bei der laufenden Bewerbung Heidelbergs zur Aufnahme in die Liste der UNESCO-Welterbestätten. Und wenn man schon zu den gesündesten Städten gehört, per che no* auch zu den Welterbestätten.
* Der italienische Hofnarr im Heidelberger Schloss erhielt den Spitznamen Perkeo, weil er auf die Frage, ob er noch etwas trinken wolle, immer antwortete: Per che no (warum nicht).
Wer seinen Urlaub in Deutschland plant und dabei wert auf Sonne liegt, der sollte sich gen Norden orientieren. wo die sonnigsten Bundesländer mit den meisten Sonnenstunden liegen. Überraschend, stimmt aber.
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