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Iris sibirica wächst in Auen und sumpfigen Standorten; Foto: Derek Ramsey, Wikipedia.de

Blume des Jahres 2010 - Die Sibirische Schwertlilie

Die Loki Schmidt-Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen hat die Blume des Jahres 2010 gewählt: die Sibirische Schwertlilie.

Blaue Leuchtkraft: Iris Sibirica oder auch Wiesen-Iris

Blume des Jahres 2010: Die Sibirische Schwertlilie; Foto: Heinz Baum

Blume des Jahres 2010: Die Sibirische Schwertlilie; Foto: Heinz Baum

Eine außergewöhnliche Pflanze und ein seltenes Biotop möchte die Loki Schmidt Stiftung für 2010 in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stellen: Iris sibirica, eine zentral-europaweit gefährdete Pflanzenart, die feuchte Streuwiesen und Niedermoore sowie Teichufer, Flutmulden oder Gräben liebt.

Die leuchtend blaue Blüte öffnet sich von Mai bis Juni. Meist sitzen 1 bis 3 Blüten an den runden, hohlen, 70 cm bis 1 m hohen Stengeln. Die zart duftenden Blüten haben 3 herabgeklappte Blütenblätter, die violett geädert sind. Dazu stehen 3 weitere dunkler blau gefärbte Blütenblätter aufrecht. Die Kapselfrucht hat eine kleine Spitze und in ihren 3 Fächern viele Samen. Die Blüten werden von Hummeln bestäubt.

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Blätter und Blütenstengel kommen aus einem dicklichen Wurzelstock, einem Rhizom, an dem man noch Blattreste aus früheren Jahren erkennen kann.

Iris sibirica kommt sowohl im Flach- als auch im Hügelland vor; sie kann feucht bis frische, kurzfristig sogar trockene, basenreiche bis mild saure Bodenverhältnisse und sonnig bis halbschattige Pflanzplätze akzeptieren. Nur auf zu hohe Stickstoff-Düngergaben reagiert sie empfindlich.

Laut „FloraWeb.de“ ist die Bestandentwicklung insgesamt rückläufig bis stark gefährdet, doch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dieser Pflanze und deren Lebensraum ist in Deutschland sehr gering.

Zu Zeiten Theophrastes (372-287v.Chr.), einem griechischen Philosophen und Schriftsteller, der eine systematische Darstellung der Botanik verfasste, bekam die schöne Pflanzengattung mit dem vielfarbigen Blütenspektrum den Namen der Regenbogen-Göttin Iris.

Da die Iris schon seit dem 16. Jh. kultiviert wurde, ist die aktuelle Liste synonymer botanischer Bezeichnungen ungewöhnlich umfangreich und übertrifft bei weitem die wenigen deutschen Bezeichnungen wie Wiesen-Iris oder der bekanntere Name, Sibirische Schwertlilie.

Die Gattung Iris umfasst in Mitteleuropa 11 Arten, unter Ihnen die berühmte Bartiris. Das einkeimblättrige, lilienartige Gewächs bildet ansehnliche Rhizom-Horste aus.

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