Der Bundestag hat seinen Sitz in dem 1999 fertig umgebauten Reichstagsgebäude. Der britische Architekt Sir Norman Foster setzte seine Entwürfe um und es entstand ein hochfunktionales Parlament.
Bereits mehr als 15 Millionen Besucher
Reichstag-Kuppel. Foto: c btm, visitBerlin.de
Der Reichstag ist heute einer der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Berlins. Seit dem Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin wurden mehr als 15 Millionen Besucher gezählt. Vor allem die gläserne Kuppel auf dem Reichstag entwickelte sich zum Hauptanlaufpunkt für Touristen.
Erbaut wurde der Reichstag von 1884-1894 nach den Plänen von Paul Wallot. Mit der Proklamation des Deutschen Kaiserreichs 1871 wurde Berlin zur Reichshauptstadt. Das neu entstandene Parlament benötigte nun einen Regierungssitz. Wallot fügte dabei Elemente aus Renaissance, Barock und Klassizismus zusammen, um sein Bauwerk entsprechend repräsentativ und monumental erscheinen zu lassen. Die noch heute erhaltene Giebelinschrift „Dem Deutschen Volke“ wurde erst im Jahre 1916 hinzugefügt.
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Mit dem Reichstagsgebäude sind bedeutende Wendepunkte und Ereignisse der deutschen Geschichte verbunden. Am 9. November 1918 rief der SPD-Politiker Philipp Scheidemann vom Balkon am Westportal die Republik aus. Am Abend des 27. Februar 1933 ereignete sich der „Reichstagsbrand“. Dabei wurden der Plenarsaal und die Kuppel vollständig zerstört. Eine rote Fahne der Sowjetunion, gehisst am 30. April 1945 durch zwei Rotarmisten, symbolisierte den Sieg über das „Dritte Reich“.
Nach dem Krieg wurde der schwerbeschädigte Reichstag vorerst nicht weiter genutzt. Die Kuppel musste 1957 aus statischen Gründen gesprengt werden. Ein erster Umbau begann im Jahre 1957 durch Paul Baumgarten. U.a. verglaste er den Plenarsaal und drängte fast alle historischen Züge des Gebäudes zurück.
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