Gesundheit und Wellness pur zwischen Allgäu und Bodensee: Gleich zehn Kneipp-Kurorte reihen sich wie eine Perlenkette auf der 240 Kilometer langen Schwäbischen Bäderstraße aneinander.
Bad Wörishofen, Keimzelle der Kneipp-Kur
Der Pastor Sebastian Kneipp; Foto: Schwäbische Bäderstraße
Der Menschenkörper, diese lebendige Uhr vom besten Gang und Schlag, liefe und schlüge vortrefflich, wenn nicht der Menschentor Schmutz und Sand und anderen Unrat zwischen die Räder werfen und so den geordneten Ablauf stören, vielleicht zerstören würde.“ So geißelte Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897) einst die ungesunden Lebensgewohnheiten seiner Zeitgenossen und empfahl ihnen, neben viel Bewegung vor allem die Heilkraft des Wassers zu nutzen.
Bad Wörishofen, die vor 150 Jahren gegründete Keimzelle der sich rasch verbreitenden Kneipp-Bewegung, ist auch heute noch der größte Kneipp-Kurort der Welt. Wenn Stadtführerin Ulrike Karpstein über den knorrigen Pfarrer Kneipp plaudert, sind ihre Gäste ganz Ohr. Er habe alle seine Patienten – egal welchen Standes – gleich behandelt und stets gesagt: „Ich will nicht wissen, wer du bist und wie du heißt, sondern woran du leidest.“ Selbst die exzentrische österreichische Kaiserin Sisi habe sich von seiner Wasser- und Ganzheitstherapie überzeugen lassen. Ob er die Majestät aus Wien auch geduzt hat, ist allerdings nicht überliefert.
-- Anzeige --
Dreh- und Angelpunkt von Bad Wörishofen ist das jüngst für einen zweistelligen Millionenbetrag in ein modernes Kurhotel umgestaltete „Kneippianum“. Kneippbademeister Jochen Reisberger räumt zunächst mit dem Vorurteil auf, die Kneippkur bestünde nur aus kalten Güssen und Wassertreten: „Pfarrer Kneipp baute seine Therapie auf fünf Säulen auf: Wasser, Bewegung, Pflanzen, Ernährung und Ordnung. Gemeint ist die innere Ordnung, die sich aus diesem ganzheitlichen Naturheilverfahren ergibt.“
Nachdem die Kneippkur lange Zeit als verstaubt und alterväterisch abgetan wurde, erfreut sie sich neuerdings wieder größter Beliebtheit. Auch die Gäste des mit allen Schikanen ausgestatteten 5-Sterne-Steigenberger-Hotels „Sonnenhof“ sind begeistert von den Kneipp’schen Wickeln, die ihnen schon in aller Herrgottsfrühe angelegt werden. „Ich leide unter Krampfadern“, erzählt die gestandene Dame aus Berlin. „Die kalten Fußwickel wirken Wunder.“
Und ihr Mann, der es „auf der Brust“ hat, empfindet die lauwarmen Thymianwickel als reine Wohltat. Wer es etwas nostalgischer mag, begibt sich in die kundigen Hände der 17 Nonnen des Dominikanerordens in der behaglichen „KurOase im Kloster“ im Weichbild Bad Wörishofens.
Weitere interessante Artikel
Superior Eden Hotel Wolff - 4 leuchtende Sterne
Mit einem komfortablen Hotel in bester Citylage erobern Sie die bayerische Hauptstadt in wenigen Tagen und lassen es sich dabei so richtig gutgehen. Der Zeitpunkt ist immer gut, warten Sie nicht länger.
Die besten Wander-Tipps für die Schwäbische Alb
Wenn die Bäume ihr goldrot schimmerndes Gewandt anlegen, ist es soweit, auf der Schwäbischen Alb beginnt der Wanderherbst. SEHNSUCHT DEUTSCHLAND hat die 10 schönsten Wander-Tipps für Sie zusammengestellt.
Hotel Vila Vita Rosengarten in Marburg
Das Hotel Vila Vita Rosengarten in Marburg ist ein elegantes 5*-Hotel, das keine Wünsche offen lässt. Eine Kurzreise hierhin erfrischt Seele und Körper.
Diese Form von Kurzreise werden Sie genießen.
Citta Slow - Teil 1: Überlingen
Die Schnecke auf dem Logo der SlowCities (cittaslow) ist Programm, doch da gut Ding Weile haben will, ist die Vereinigung lebenswerter Städte auch in Deutschland langsam im Kommen. Zeit also, mal in aller Ruhe drei davon unter die Lupe zu nehmen. Teil 1: Überlingen
Badenweiler - kleines Baden-Baden
Unser Sehnsuchtsort im Schwarzwald: Badenweiler lockt mit herrlichem Klima, herrschaftlicher Architektur und hervorragendem Wellness-Angebot.