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Mein Ostdeutschland

Reise durch Mecklenburg/ Tag 7 - Rügen

Von David [118 Beiträge]   |   19.09.2007 um 17:57:43

Wie schon häufiger auf dieser Reise scheinen wir die einzigen zu sein, die morgens frühstücken. Entweder liegt das daran, dass die Entspannung uns schon fest im Griff hat und wir immer bis in die Puppen schlafen und alle anderen schon weg sind, wenn wir kommen, oder aber, weil die meisten Hotels jetzt relativ leer sind.

Wir haben z.B. auch kein einziges Zimmer im voraus gebucht und eigentlich überall immer das bekommen, was wir uns vorgestellt hatten und was für unsere Familie bestens passte.

Kap Arkona wollen wir heute entdecken. Wir verlassen das Gut Tribbevitz, rechts von uns der Jasmunder Bodden, links die weiten Felder. Nach 2 km kommt Neuenkirchen, wir biegen direkt davor ab und fahren unter schönsten Alleen Richtung Westen.

Einen kurzen Abstecher machen wir nach Gut Grubnow, einem renovierten Gutshaus am Lebbiner Bodden, das in einer der letzten Ausgabe von Geo Saison wärmstens empfohlen wird. Hier gibt es außer Natur, Wasser und Ruhe nichts. Man fischt, liest, liegt rum, geht spazieren und lässt vor allem die Seele baumeln, z.B. von dem langen Steg, der durchs Schilf direkt an den Bodden führt. Hierhin verirrt sich niemand, deshalb kann man getrost www.gut-grubnow.de notieren für eine spätere Tour nach Rügen.
Aus dem offenen Gutshaus nehmen wir noch schnell drei Gläser Honig für kleines Geld mit und weiter geht es zur Wittower Fähre, der einzigen Möglichkeit auf dieser Seite der Insel nach Kap Arkona zu gelangen.

In Putgarden, nicht zu verwechseln mit Puttgarden auf Fehmarn, parken wir, mieten Fahrräder und erhalten gute Tipps gratis obendrauf. So können wir auch schon nach kurzer Zeit ein erstes Päuschen in Goor auf der Steilküste machen, dabei leckeren Kuchen (Eierschecke, Kirsch- und Apfel), Zitronenlimonade und einen windigen Blick über das Tromper Wiek schweifen lassen, die Bucht zwischen Kap Arkona und den berühmten Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund.

Der Himmel ist bewegt und unser gar nicht mundfauler Wirt, der aussieht wie ein ganz alter Seebär, meint, das Wetter würde noch halten, das sage ihm seine 25 cm lange Narbe. Dabei fasst er sich bekräftigend an den Bauch und nickt als ob er seine eigene Aussage bestätigen wollte.

Dank Bikemap.de kann ich euch die genaue Route – knapp 7 km und leicht wellig – mitteilen, siehe http://bikemap.de/route/9016

Kurzer Stop in Vitt, einem alten, in allen Reiseführern als bilderbuchgleiches Fischerdorf beschrieben, wo wieder alle Leute am futtern sind, dann weiter nach Arkona, wo zwei Leuchttürme nachts den Weg weisen.

Der kleinere ist älter und wie so vieles von Schinkel, der größere ist 36m hoch und eine Besteigung ist mühevoll aber schön. Nichts für Leute mit Höhenangst, jedoch mit Rundumblick über Rügen und m.E. zu niedriges Gitter.

Mit platter werdenden Reifen fahren wir Windschatten zum Parkplatz, neben dem alten Rügenhof gibt es wieder Honig. Wir kaufen nochmals 5 Gläser, die uns in grauen und späteren Zeiten immer dabei helfen werden, die schöne Reise zu erinnern.

Die Zeit ist weggelaufen, jetzt müssen wir uns sputen, denn wir dürfen mit Herrn Dettmering, dem Besitzer des Gestüts und Landgutes, eine Kutschfahrt durch die Felder Westrügens machen. Wir lernen, dass Warmblüter, sind sie erstmal in Schwung, kaum zu bremsen sind und vertrauen auf den Mann auf dem Bock, der uns sicher spazieren fährt.

Abends essen wir in Tribbevitz. Hier hat sich seit 2002 ein echter Geheimtipp für Rüganer, Stralsunder und ihre Gäste entwickelt. Pommersche Fischsuppe, Schweinemedaillions, gefüllt mit Zwetschgen aus dem eigenen Garten und armer Ritter mit Kirschragout.
Köstlich. Alternativ hättte man auch fangfrischen Boddenzander und im Anschluß Sanddornmousse genießen können. Und ein dickes Steak gibt es sowieso.

Bevor wir den Link nicht setzen:
www.gut-tribbevitz.de

Erneut ein herrlicher Tag. Überhaupt, wir schlafen immer länger, essen immer mehr und der Tag vergeht immer wie im Flug. Zu schön, so sieht Entspannung aus.


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