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Mein Ostdeutschland

Reise durch Mecklenburg / Tage 1 & 2 - Schloss Kölzow, Dettmannsdorf

Von David [118 Beiträge]   |   10.09.2007 um 18:43:59

Jetzt, da die großen Ferien in ganz Deutschland vorbei sind, nutzen wir die Gelegenheit für eine Reise nach Mecklenburg-Vorpommern.

Mecklenburg-Vorpommern ist eine der großen Unbekannten für mich. Phantastische Strände, Rügen, Usedom, der Darss, Weltkulturerbe der UNESCO in Stralsund und Wismar, alte Hansestädte wie Greifswald, Grenze zu Polen, weite, unberührte Landstriche sowie Schlösser und Guthäuser zuhauf, die nach und nach durch viel Geld und Idealismus eine Renaissance erleben.

So auch das Landhaus Schloss Kölzow in Dettmansdorf, Ausfahrt Tessin von der A 20, von Hamburg in rund 3 Stunden bequem zu erreichen. Herr und Frau von der Lühe, heutige Eigentümer des Schlosses, weisen zwar darauf hin, dass man eigentlich regierender Fürst sein müsse, um den Status Schloss zu nutzen, sie dieses aber eben nicht wären. Die Bezeichnung Schloss hatte sich dennoch auch zu den DDR-Zeiten gehalten, als 17 Familien, ein Konsum-Laden, ein Jugendtreff und eine Reihe anderer Einrichtungen in den ehrwürdigen Gemäuern untergebracht waren.

Der Schlossherr bestätigte uns in zwei Telefonaten, dass wir freie Auswahl bei den Zimmern haben und er ohnehin davon ausginge, wir würden uns für das Turmzimmer mit spektakulärem Hochbett, Blick auf den Teich des Schlossparks mit seinen nur noch sechs weissen Enten und mit dem Geheimgang entscheiden.

Ich hatte kurz vorher extra ein Geo-Magazin gekauft mit 20 schönen Tipps für den Ostseeraum, Kölzow wurden drei Seiten gewidmet, aber weder Text noch Fotos hatten Eindruck auf mich gemacht. So hatte ich Kölzow durch irgendeinen Link und eher zufällig im Internet gefunden. Die Journalistin hatte u.a. geschrieben, dass es ein Landhaus im Stil Chinoise sein würde, das sprach mit überhaupt nicht an, und dass es so merkwürdige pommersche Gerichte wie falschen Hasen mit Kirschpudding zum Abendessen gäbe. Aber da hatten sich wohl fehlende Recherche und Allgemeinbildung einen bösen Streich mit ihr erlaubt.

Kölzow ist jedenfalls von ländlich-eleganter Lässigkeit geprägt, die Rasenflächen sind gepflegt, die Brombeersträucher voller fetten schwarzer Beeren, die Angel des Kochs steht für eine kleine Fischerei im Schlossteich stets zur Verfügung, es gibt Kuchen in der Nachmittagssonne und man schläft zu den Rufen des Käuzchens ganz fabelhaft.

Nach großem Frühstück mit selbstgemachten Marmeladen fahren wir nach Bad Sülze, rund 15 Minuten nördlich von Kölzow. In der www.Saline7.de gibt es ein Kanu für uns plus Hund, Paddeln im Urstromtal der renaturierten Recknitz. Die Vermieterin ist eine hübsche, muntere Frau, die auf meine Frage nach der Telefonnummer des Verleihs lachend antwortet, die brauchen sie nicht, ich könnte Ihnen sowieso nicht helfen. Nein, die Nummer steht auch auf dem Boot und es wird schon nichts passieren, womit sie richtig liegt.

Leider gibt es ihre über die Landesgrenzen hinaus gerühmten Kuchen und Torten nur am Wochenende und heute ist Mittwoch.

Zwei Tage auf Schloss Kölzow sind schon vorbei, die Entspannung greift hier sofort. Die Natur, das Haus, die Menschen lassen nichts anderes zu.

Kölzow im Netz: www.schloss-koelzow.de

Jetzt geht es weiter Richtung Usedom.
Doch dazu mehr in den kommenden Tagen.

Beste Grüße, DP


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