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Mein Bayern

In München steht der Hütt'nwirt ...

Von Susanne [5 Beiträge]   |   09.01.2008 um 19:31:26

Manchmal haben auch Zuagroaste Durst � ein kühles Helles kann da Wunder wirken!
Als dbaE (der beste aller Ehemänner) und ich noch nicht lange in der Hauptstadt von Laptop und Lederhose waren, sind wir mittels der Schaun-mer-mal-Methode auf der Richard-Strauss-Straße bei Naumanns Hüttnwirt gelandet, einer richtig schönen Eckkneipe, wie wir sie so ähnlich auch aus unserer westfälischen Heimat kannten � nur eben so richtig aber-hallo-bairisch.

Eine Menge Holzbalken, altes landwirtschaftliches Gerät an Wänden und Decken, und liebevoll verteilte alte Schwarzweißfotos von zünftigen Bajuvaren mit vollen Tellern geben dem Lokal eine urige, gemütliche Stimmung. Und Stimmung herrscht hier eigentlich immer!
Die musikalische Untermalung reicht von volksmusikalischen Gassenhausern bis hin zum 80er Pop, aber wenn es richtig schön wird, dann singt der ganze Tresen mit Frank Sinatra und Dean Martin die herrlichen Swingschmonzetten von ganz früher.

Hier treffen sich Nachbarn und Freunde zum Feierabendbier (das Helle zu 2,80 � ist ein kundenfreundlicher Kurs), und Neulinge (so wie wir) sind schnell akzeptiert. Angenehm selten sieht man hier das, was dbaE als �Businesskasper� bezeichnet, also mit Aktentaschen bewaffnete Anzugständer. Falls es die dort gibt, sind sie so freundlich, sich vorher umzuziehen und mit der Umgebung zu verschmelzen.

Die Speisekarte ist klein, aber klasse, ergänzt durch aktuelle Tagesangebote findet hier jeder etwas Passendes. Ob Salat mit Scampi, Zanderfilet oder zünftige Gerichte wie das Alpenschnitzel (slurp!), ein gute Grundlage fürs Bier ist hier zum äußerst erschwinglichen Preis zu genießen. Dass beim Hüttenwirt nicht nur mit Wasser, sondern vor allem mit Können und Liebe gekocht wird, schmeckt man � oder wieviele Gastronomiebetriebe kennen Sie, wo sogar die Salatgarnitur zum Schnitzel mit Vinaigrette veredelt wird?

Die Bedienung behält auch bei größter Hektik den Überblick und ist obendrein herzlich, nicht "nur" freundlich, die gefürchtete �Touristenmaß� (also nicht ganz volle Gläser) kommt hier nicht vor! Spätestens beim dritten Besuch weiß der Service hier, welches Bier man trinkt.

Im Sommer feierte Christian Naumann mit seinem Team das Einjährige. Wir kamen zufällig auch hin und erlebten ein wahres Fest. Wieviele Wirte bekommen schon einen eigenen Zunftbaum von den Gästen geschenkt? Der war natürlich der Hit des Abends und steht nun an der Außenterrasse, wo wir an diesem Abend sogar zum Freibier eingeladen waren (von wegen, die Bayern mögen keine Zuagroasten!).

Wir haben dort schon öfters abends draußen gesessen und uns wie im Urlaub gefühlt. Und die Baustelle? Wir haben uns vorgestellt, sie sei ein Kiesstrand, und die Autos machten uns das Meeresrauschen – saugemütlich!


Kommentare

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  1. Bayern, mon amour, ich vermisse Lederhosen, Biere aus gigantischen Gläsern und die Mundart.
    Aber ich komme wieder. Jetzt erst recht.

    David       16 January 2008, 11:46




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